Die Rasensaison kann beginnen! Rasenpflege im Frühjahr

Die Rasenpflege im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, ihrem Geläuf ein wenig auf die Sprünge zu helfen, damit der grüne Teppich den Sommer gut überstehen kann und in einem saftigen Grün erstrahlt.

Hierbei gilt es einiges zu beachten, um einen gepflegten Rasen zu erhalten. Doch wann ist was zu tun, hier ist die richtige Reihenfolge entscheidend.

Nachfolgend erhalten sie eine Schritt für Schritt-Anleitung:

Schritt für Schritt-Anleitung

Schritt 1: Freilegen der Rasenfläche

Entfernen sie bitte alles was auf dem Rasen liegt. Dies können Äste, Blätter, altes Laub etc. sein. Dies ist wichtig, um den Rasen für die weitere Bearbeitung zu säubern, aber auch, um dem Rasen optimale Wuchsbedingungen zu schaffen.

Die Vorarbeiten können auch das Abtragen von Maulwurfhügeln beinhalten. Dazu müssen die Ausgänge festgetreten und die Haufen abgehoben werden.

Schritt 2: Erstes Rasenmähen

Starten sie im April mit dem ersten Rasenschnitt. Schneiden sie den Rasen auf die Idelahöhe von 4 cm und beachten dabei die Drittelregelung, d.h. kürzen sie die Halme höchstens um ein Drittel der aktuellen Länge. Wenden sie ggfs zwei Arbeitsgänge an, um die Länge von 4 cm zu erzielen. Da es im April nachts durchaus noch einmal richtig kalt werden kann, ist ein zu kurzer Schnitt nicht sinnvoll, da dann die Graswurzeln zu offen liegen.

Rasen beginnt in der Regel erst bei einer Temperatur um die 15 Grad seine Wachstumstätigkeit. Daher sollte auch der Rasen nicht zu früh vertikutiert oder Moos oder Verfilzungen entfernt werden.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Moos und Unkraut über das letzte Jahr in ihrem Rasen breitgemacht hat. Auch Verfilzungen im Rasen verhindern, dass der Rasen und dessen Wurzeln optimal versorgt werden. Daher gilt es diese zu beseitigen, hierfür gelten aber gewisse Bedingungen; Liegen die Temperaturen deutlich unter 15 Grad, schaffen sie mit dem Beseitigen von Fremdbewuchs Platz für weiteres Unkraut, denn im Gegensatz zu Rasenpflanzen werden Moose und Unkräuter schon ab knapp 10 Grad aktiv. Statt dem gewünschten Rasen wird sich weiteres Unkraut und Moos verbreiten.

Schritt 3: Sind die Temperaturen hoch genug, kann das Vertikutieren beginnen

Die Messer des Vertikutierers sollten nicht tiefer als 3 mm in den Boden dringen, um das Wurzelwerk des Grases nicht zu beschädigen. Achten Sie vor dem Vertikutieren auch darauf, ob sich Ihr Rasen tatsächlich schon in der Wachstumsphase befindet. Dadurch ersparen sie sich übermäßiges Nachsäen. Idealer Zeitpunkt zum Vertikutieren ist daher oftmals nicht vor dem ersten Mähen, sondern besser nach dem zweiten oder dritten Mähen.

Vertikutieren sollten Sie maximal zweimal im Jahr. Auch wenn es noch so verlockend ist, zu häufiges Vertikutieren schwächt den Rasen, das Unkraut wird mehr. Wichtig beim Vertikutieren ist, die Rasenfläche zuerst längs in einer Richtung und anschließend quer zur ersten Spur zu bearbeiten.

Schritt 4: Kalken des Bodens

Kalken reguliert den ph-Wert Ihres Rasens zu Gunsten der Rasenpflanzen. Moose und Unkräuter bevorzugen nämlich saure Böden. Gönnen sie ihrem Rasen nach dem Kalken ein paar Tage Ruhe, bevor Sie zum nächsten Schritt, der Rasenpflege, übergehen. Weitere Informationen zum Kalken finden sie hier.

Rasenkalk

Schritt 5: Düngen des Rasens

Nach dem Kalken kann mit dem Düngen des Rasens begonnen werden. Rasenpflanzen benötigen nach dem Winter unbedingt zusätzliche Nährstoffe. Dafür gibt es im Handel spezielle Rasendünger, die genau auf den Nährstoffbedarf von Rasenpflanzen ausgelegt sind. Wichtig beim Düngen ist die gleichmäßige Verteilung des Düngers auf der gesamten Rasenfläche, um einen einheitlichen Wuchs des Rasens zu erreichen. Am besten gelingt das mit einem Düngewagen/Düngestreuer.

Langzeitdünger

Schritt 6: Rasen nachsäen

Bei Kahlstellen verbleibt als letzter Schritt oft nur noch die Nachsaat. 

Der richtige Zeitpunkt für die Nachsaat von Rasen ist die Zeit April, Mai oder der frühe Herbst. Die trockenen Sommermonate sollten eher gemieden werden. Achten sie bitte unbedingt auf die Qualität der Nachsaat, hier sollte man lieber nicht zu viel sparen, da es erhebliche Qualitätsunterscheide gibt. Im Idealfalle nutzen sie bitte die gleiche Saat mit der sie initial ihren Rasen angelegt haben.

Rasen saeen

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