Was bedeutet Rasen mulchen?

Mulchen wird sehr häufig im Ergebnis mit einem gepflegten und schönen grünen Rasen in Verbindung gebracht. Der Grund hierfür ist, dass das auf der Rasenfläche liegengebliebene Schnittgut durch die Grashalme auf den Boden fällt, sich dort zu wertvollem Humus zersetzt und dem Boden die verbrauchten Nährstoffe wieder zurückgibt. Die Nährstoffe, die im Rasenschnitt enthalten sind, werden somit an Ort und Stelle durch Bodenorganismen abgebaut (mineralisiert) und stehen dann wieder Boden und Rasen zur Verfügung. Ein gemulchter Rasen benötigt daher auch erheblich weniger Dünger.

Zudem wirkt die dünne Mulchschicht feuchtigkeitsbindend und temperaturausgleichend. Das bedeutet, dass der Rasen an heißen Tagen nicht so schnell austrocknet. Selbst im Winter hat dies einen positiven Effekt, denn der Bodenfrost dringt weniger tief in die Erde ein und die Wurzeln werden dadurch besser geschützt.

Rasen mulchen

Unterschied zum Rasenmähen

Das Mulchmähen ist eine Alternative zum konventionellen Mähen, wo das Schnittgut in einem Fangkorb landet und hinterher entsorgt werden muss. Von den Arbeitsschritten gibt es somit keinen Unterschied zwischen dem Mähen und dem Mulchen.

Anleitung Mulchen – Schritt für Schritt erklärt

Um gute Ergebnisse zu erzielen, reicht es nicht aus, das Gras normal zu mähen und den Rasenschnitt liegen zu lassen. Normale Rasenmäher produzieren zu große Stücke und häufig verklumpt das Schnittgut und bleibt auf dem Rasen liegen. Dies hat einen negativen Effekt, denn es wird dem Gras das Licht genommen und dies führt zu Fäulnis.

  • Benutzen Sie einen sogenannten Mulchmäher oder einen Rasenmäher mit zusätzlicher Mulchfunktion. Diese Geräte funktionieren wie normale Sichelmäher, aber sie zerkleinern das Schnittgut in einem zweiten Schneideschritt zusätzlich.
  • Um den Rasen zu mulchen, ist es wichtig, in sehr kurzen Abständen zu mähen. In der Zeit des stärksten Wachstums sollte der Rasenmäher mit Mulchfunktion mindestens zweimal pro Woche zum Einsatz kommen.
  • Bitte mulchen sie nur bei trockener Witterung. Nasses Gras lässt das Schnittgut verklumpen. Dann kann es nicht durch die Halme zum Boden gelangen und sich dort zersetzen.

Humus zum Mulchen des Rasens verwenden

Eine andere Möglichkeit, den Rasen zu mulchen, besteht darin, den gesammelten Rasenschnitt zu kompostieren und dann nachträglich auf das Gras auszustreuen.

  • Lassen Sie den Rasenschnitt einige Tage auf dem Rasen trocknen, denn frischer Rasenschnitt eignet sich nicht zum Kompostieren, da dieser feucht ist und durch Gärungsprozesse faulen kann.
  • Geben Sie das getrocknete Gras gemischt mit anderen geeigneten Materialien wie beispielsweise Küchenabfällen in den Komposter. Wir empfehlen ihnen nie den Rasenschnitt alleine zu kompostieren
  • Zum Kompostieren von Rasenschnitt mischen Sie das Gras mit trockenen Holzschnitzeln. Danach kann es in den Komposter gegeben werden.
  • Streuen sie den entstandenen Humus auf dem Rasen aus und arbeiten diesen vorsichtig in die Grasnarbe ein.

Mähroboter mulchen den Rasen vollautomatisch

Wer seinen Rasen mulchen aber nicht die nötige Zeit hat seinen Rasen regelmäßig zu mähen, sollte über die Anschaffung eines Mähroboters nachdenken. Mähroboter sind dauerhaft im Einsatz und regen das Gras zu einem dichten Wachstum an. Dadurch, dass Mähroboter nur kleine Spitzen von den Halmen schneiden, ist der entstehende Rasenschnitt bestens zum Mulchen geeignet. Die kleinen Schnittstücke verrotten sehr schnell und führen dem Boden Energie zu.

Die Vorteile von Mährobotern:

  • Rasenroboter mähen und mulchen vollautomatisch.
  • Der präzise Schnitt wie mit einer Schere verhindert gelbe Spitzen.
  • Nach dem Verlegen des Begrenzungskabels erledigt der Mähroboter die gesamte Saison über alle Mäharbeiten ganz von alleine
  • Die Geräte finden selbstständig die Ladestation und pausieren bei Regen.
  • In der Regel mähen Mähroboter, je nach Modell, eine Fläche von 35 – 70 qm pro Stunde.

Wie oft Mulchen und ab wann?

Der Zyklus richtet sich an der Jahreszeit aus, denn im Mai sollte man den Rasen eher alle fünf Tage mulchen, wohingegen im Hochsommer alle zehn Tage vollkommen ausreichend sind. Wir empfehlen ihnen den Rasen bei einer Länge von etwa sechs bis sieben cm mit einem Mulchmäher auf vier cm zu kürzen. Zum Mulchen muss der Rasen immer trocken sein, daher sollte darauf geachtet werden, dass es circa 24 Stunden nach dem Mulchen keinen Niederschlag geben wird.

Ist Mulchen mit einem normalen Rasenmäher möglich?

Ein normaler Rasenmäher kann die Gräser nicht klein genug häckseln und eignet sich daher nicht zum Mulchen. Wer zögert einen Mulchmäher zu kaufen, weil er befürchtet, dass der Rasen schnell zu lang werden könnte, für den sind kombinierte Mulchmähgeräte geeignet. Diese können sowohl normal mähen als auch mulchen.

Die 5 größten Vorteile des Mulchens

Welche Vorteile hat das Mulchen?

  • Ökologisch betrachtet, bietet das Mulchen einen großen Vorteil: Der natürliche Nährstoffkreislauf ist geschlossen. Gemulchtem Rasen und Boden geht es unter gewöhnlichen Boden- und Standortbedingungen besser als gemähtem Rasen.
  • Der Rasen ist besser mit Nahrung versorgt und hat dadurch eine schöne grüne Farbe.
  • Das Bodenleben wird gefördert und die Bodenstruktur langfristig verbessert.
  • Im Sommer hilft das Mulchen dem Rasen, Trockenheit besser zu überstehen.
  • Wer das Entsorgen des Rasenschnitts als aufwendig empfindet, der kann durch das Mulchen Arbeit und Zeit einsparen, da der Grünschnitt einfach liegen bleiben kann.

Nachteile des Mulchens

Welche Nachteile hat das Mulchen?

  • Unter sehr feuchten Bedingungen, auf sehr schattigen oder sehr sandigen und trockenen Standorten kann sich das Mulchen als Herausforderung erweisen.
  • Ein großer Nachteil des Mulchens ist der Zeitaufwand. Gerade in feucht-milden Jahreszeiten wie dem späten Frühling wächst der Rasen sehr schnell und man muss mindestens einmal in der Woche den Mulchmäher in Gang setzen. Bei größeren Flächen kann das durchaus lästig werden.

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