Warum sollte man den Rasen kalken?

Kalken hilft, den ph-Wert des Rasens zu regulieren. Wer jedoch die Kalkzugabe falsch dosiert, schadet dem Rasen. Kalken ist jedoch nicht immer notwendig. Nur wenn die Bodenqualität nicht optimal für den Rasen, also zu sauer, ist, sollten Sie den Nährstoff aufbringen. Dann sorgt Kalk dafür, dass das Gras schön grün und saftig wird und die Halme gleichmäßig wachsen können.

Wann sollte man den Rasen kalken?

Wir empfehlen ihnen im Frühjahr zu kalken, noch vor der Wachstumsperiode der Graspflanzen. Versuchen sie ein Zeitfenster von etwa 4 Wochen zwischen dem Kalken und dem Düngen zu lassen. Für ein noch besseres Ergebnis empfehlen wir ihnen das Vertikutieren vor dem Kalken. Dadurch beseitigen Sie Rasenfilz, der sich meist aus Pflanzenresten bildet und Nährstoffe hindert, in den Boden einzudringen. Um die Rasenwurzeln nicht zu schädigen, verwenden Sie einen Vertikutierer, dessen Messer nicht zu tief in die Erde greifen.

Hinweis 1: Vertikutieren sie nicht zu oft, denn die scharfen Messer schaden den Feinwurzeln im Gras.

Hinweis 2: Die besten Zeitpunkte für das Kalken sind der zeitige Frühling (März) und der frühe Herbst (September).

Wie ist die richtige Reihenfolge beim Kalken?

  1. Mähen sie ihren Rasen vor dem Vertikutieren auf die empfohlene Höhe von 4 cm.
  2. Vertikutieren sie ihren Rasen, denn dies bringt Luft in das Grün und erleichtert die Aufnahme des Kalks. Üblicherweise wird dieser Arbeitsschritt als Frühjahrskur für den Rasen im März bis April empfohlen.
  3. Dann folgt das Kalken. Wir empfehlen ihnen grundsätzlich den Einsatz eines Düngewagens.
  4. Beginnen sie etwa 4 Wochen nach dem Kalken mit dem Düngen. 

Wie viel Kalk braucht der Rasen?

Als Richtwert gilt alle zwei bis drei Jahre

  • auf sandigen Böden 200 Gramm 
  • auf sauren Böden 150 Gramm
  • auf lehmigen Böden 400 Gramm 

je Quadratmeter zu geben.

Bitte beachten sie, dass dies nur gilt, wenn der pH-Wert nachweislich zu niedrig ist. Ansonsten orientieren Sie sich bitte an den Herstellerangaben der Kalkprodukte. Darüber hinaus gilt: Die Empfehlungen müssen ins Verhältnis zum gemessenen pH-Wert gesetzt werden.

Hinweis: Verwenden sie bitte keinen Branntkalk; er vernichtet zwar Schädlinge, verbrennt allerdings auch andere organische Bestandteile im Boden, was den Rasen dauerhaft schädigen kann.

Welcher ph-Wert ist gut für den Rasen?

Ein idealer ph-Wert eines Rasens liegt zwischen 5,3 und 7. Ist der ph-Wert zu niedrig, so ist der Boden zu sauer und das Kalken des Rasens wird erforderlich.

Nur bei optimalem Werten können die Pflanzen Nährstoffe richtig aufnehmen.

Alkalisch darf der Rasen aber auf keinen Fall werden (zu hoher ph-Wert).

Hinweis: Bitte ignorieren sie Ratschläge, die ihnen empfehlen, jedes oder alle zwei Jahre zu kalken. Zu viel Kalk schadet dem Rasen mehr als es nutzt. Zudem bekommen sie einen alkalischen Rasen nur sehr schwer wieder reguliert.

Wie wird der pH-Wert bestimmt?

Man kann den pH-Wert durch Teststreifen aus dem Fachhandel feststellen. Wenn Sie es genauer wissen möchten, können Sie Erdproben auch innerhalb einer Bodenanalyse untersuchen lassen. Dazu entnehmen Sie an mehreren Stellen kleine Einzelproben, die in einer Plastiktüte ins Labor geschickt werden. Die spätere Analyse gibt genau Auskunft darüber, wie hoch der pH-Wert ist und welche Nährstoffe fehlen. Daraus ergeben sich dann Dünge- und gegebenenfalls Kalk-Empfehlungen.

Lässt sich der pH-Wert auch ohne Analyse erkennen?

Dies können allenfalls grobe Hinweise sein. Beispielsweise ist Moos im Rasen ein Indikator für einen übersäuerten Rasen. Möchten sie das Moos loswerden, bitte keinesfalls einfach nur Kalk zusetzen, denn dies kann das Mooswachstum fördern. Beseitigen Sie zuerst die Ursache für die Moosbildung. Diese können ein zu feuchter oder zu wenig mit Luft versorgter Boden sein. Hat sich das Moos zurückgebildet, können Sie mit dem Kalken beginnen. 

Hinweis: Einen zu hohen pH-Wert zeigen beispielsweise Weißklee, Löwenzahn und Brennnesseln im Rasen an. 

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